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Familie

Familie ist der Ort, an dem Verantwortung wächst. Eltern brauchen Respekt, Freiheit und finanzielle Luft.

Familien leisten das, was keine Behörde ersetzen kann. Sie ziehen Kinder groß, pflegen Angehörige, halten zusammen, wenn es schwierig wird. Sie sind der Ort, an dem Verantwortung nicht verordnet, sondern gelernt wird.

Meine Haltung dazu ist einfach: Der Staat soll Familien unterstützen – und ihnen nicht vorschreiben, wie sie zu leben haben. Eltern wissen am besten, was für ihre Kinder richtig ist. Politik, die es besser zu wissen glaubt, hat in dieser Frage schon oft danebengelegen.

Entlasten statt verwalten

In Deutschland gibt es Dutzende familienpolitischer Leistungen. Sie stammen aus verschiedenen Jahrzehnten, folgen unterschiedlichen Logiken, werden von unterschiedlichen Stellen ausgezahlt und schließen einander teilweise aus. Wer wenig Zeit und keine Beratung hat, bekommt am Ende oft nicht das, was ihm zusteht.

Ich halte nichts davon, diesem Gebilde jedes Jahr eine weitere Einzelleistung hinzuzufügen. Der wirksamere Weg ist, Familien steuerlich zu entlasten und ihnen mehr von dem zu lassen, was sie ohnehin erarbeiten. Das kommt ohne Antrag aus, ohne Nachweis und ohne Bearbeitungszeit – und es traut Eltern zu, selbst zu entscheiden, wofür sie das Geld brauchen.

Dazu gehört auch, das Bestehende zu vereinfachen und zusammenzuführen, statt es weiter zu verzweigen. Familienpolitik sollte man verstehen können, ohne einen Ordner anzulegen.

Schule: verlässlich, erreichbar, mit klarem Auftrag

Für Familien im ländlichen Raum entscheidet sich vieles an einer sehr praktischen Frage: Wie weit ist der Weg zur Schule?

Wenn kleine Grundschulen geschlossen werden, klingt das nach Verwaltungseffizienz. Für eine Familie bedeutet es, dass ein Siebenjähriger morgens eine Stunde im Bus sitzt. Und für ein Dorf bedeutet es, dass junge Familien wegziehen. Kurze Wege für kleine Kinder sind kein romantisches Anliegen, sondern die Grundlage dafür, dass unsere Orte lebendig bleiben.

Genauso wichtig ist Verlässlichkeit. Unterricht, der regelmäßig ausfällt, trifft die Kinder am härtesten, die zu Hause niemanden haben, der es auffangen kann. Deshalb ist die Unterrichtsversorgung keine Statistikfrage, sondern eine Gerechtigkeitsfrage.

Und Schule braucht einen klaren Auftrag: lesen, schreiben, rechnen, Zusammenhänge verstehen, den eigenen Kopf gebrauchen. Diese Grundlagen sind die Voraussetzung für alles Weitere. Wo sie fehlen, hilft kein zusätzliches Programm.

Was die Corona-Jahre die Kinder gekostet haben

Über zwei Jahre hinweg waren Schulen geschlossen, Sportvereine dicht, Freunde nicht erreichbar, Kindergeburtstage abgesagt. Kinder haben Rücksicht genommen auf eine Gesellschaft, die ihnen im Gegenzug wenig zurückgegeben hat.

Was das an Lernrückständen, an Bewegungsmangel und an seelischer Belastung hinterlassen hat, ist bis heute nicht ehrlich bilanziert worden. Ich halte das für eine offene Rechnung – gegenüber einer ganzen Generation.

Deshalb gehört dieser Punkt für mich zur Familienpolitik und nicht nur zur Aufarbeitung: Wer die Folgen nicht benennt, kann sie auch nicht ausgleichen.

Woran Sie mich messen können

Wenn bei Ihnen vor Ort etwas nicht funktioniert – ein Betreuungsplatz, der fehlt, ein Schulweg, der zugemutet wird, eine Leistung, die im Behördendickicht hängenbleibt: Schreiben Sie mir oder kommen Sie in die Bürgersprechstunde.

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